Nahwärme für Preetz: regenerativ - regional - günstig


Wir haben 274 Mitglieder!
ca 1.500 Preetzer*innen in 604 Wohneinheiten nehmen ca. 82% der Wärme ab. Das sind 9.361.000 kWh/ Jahr.

 

Damit wären ca. 2.000 t CO2 / Jahr eingespart.
Glindskoppel: 114, Wundersche Koppel: 128, Albrechtskoppel: 16, Fördermitglieder: 27

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Hans Eimannsberger

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Artikel aus der Ostholsteiner Zeitung Ostholsteiner Zeitung vom 04.09.2021, Seite 25

Startschuss für Nahwärmeprojekt

PreBEG will Planungsaufträge für Solarthermie- und Holzhackschnitzelanlage noch in diesem Jahr vergeben

 

Preetz. Es war Anfang 2021, als Hans Eimannsberger der Kragen platzte. Der Vorsitzende der Preetzer Bürger-Energie-Genossenschaft (PreBEG) regte sich darüber auf, dass immer neue Anforderungen den Baubeginn für das Leuchtturmprojekt einer regenerativen Wärmeversorgung verzögerten. Es gab ein Krisengespräch zwischen PreBEG, Stadt Preetz, Gemeinde Pohnsdorf und Kreis Plön. Nun ist das frühzeitige Beteiligungsverfahren abgeschlossen, der Baubeginn wird für das erste Quartal 2022 erwartet.

 Mit einer Machbarkeitsstudie für ein Nahwärmenetz in den nördlichen Stadtteilen von Preetz hatte 2016 alles angefangen. Gespeist werden sollte es durch eine Solarthermie- und Holzhackschnitzelheizung auf einer bisher landwirtschaftlich genutzten Fläche in der benachbarten Gemeinde Pohnsdorf. Dafür gründete sich 2017 die PreBEG. Das Ziel war optimistisch: Bereits im Winter 2018/19 sollten die ersten Häuser mit Wärme versorgt werden.

In einem frühzeitigen Beteiligungsverfahren sollten alle Hindernisse abgearbeitet werden, um möglichst schnell beginnen zu können. Doch das Verfahren dauerte. Als das Projekt 2019 bei der landesweiten Energie-Olympiade den zweiten Platz erreichte, war der erhoffte Baubeginn bereits auf 2020 verschoben worden.

Dann kamen immer neue Anforderungen aus der Unteren Naturschutzbehörde. Die ehrenamtlich tätigen Vorstandsmitglieder kritisierten die „Salamitaktik“. Und die dadurch erforderlichen Gutachten kosteten viel Geld. Gleichzeitig betonte der Kreis, dass das Projekt ein gutes Beispiel für ganz Deutschland sei, wie eine regenerative Nahwärmeversorgung in Bürgerhand funktionieren könne.

 „Wir sind ein Pilotprojekt, deshalb muss alles aus bürokratischer Sicht ganz genau ablaufen“, so Eimannsberger. „Ein Leuchtturmprojekt hat also nicht nur Vorteile“, kommentiert der Preetzer Bürgermeister Björn Demmin als Aufsichtsratsvorsitzender der PreBEG trocken.

 Doch nun geht es voran: Das frühzeitige Beteiligungsverfahren ist abgeschlossen, jetzt kann man in das formelle Verfahren einsteigen, berichtet Demmin. In ihrer Sitzung vom 11. August fasste die Gemeindevertretung Pohnsdorf den Entwurfs- und Auslegungsbeschluss für die Freiflächensolarthermieanlage Hof Hörnsee. Die Auslegungsfrist endet am 6. Oktober. „Wir erhoffen uns, dass jetzt nichts Neues an Anregungen oder Einwendungen mehr kommt – wir erwarten jedenfalls nichts“, so Demmin. „Nichts, was uns in irgendeiner Weise Zeit kosten würde“, fügt Eimannsberger hinzu.

Sobald die Gemeindevertretung das Abwägungsprotokoll abgearbeitet habe, könne der Satzungsbeschluss gefasst werden, erläutert Demmin. Das bedeute Baurecht. Eimannsberger kündigt an, schon vorher die Baugenehmigung zu beantragen, sodass man gleich nach dem Beschluss loslegen könne. „Wir erwarten, dass der erste Spatenstich im ersten Quartal 2022 erfolgt.“

Die Aufträge für die Rohrnetz-, Technik- und Gebäudeplanung sollen im Oktober vergeben werden. „Als Erstes werden wir das Netz und die Heizzentrale bauen“, sagt Eimannsberger. „Die Solarkollektoren werden nur aufgeständert, die stehen innerhalb einer Woche.“ Zum Winter 2022/23 könnten die ersten Häuser geheizt werden.

Für die Umsetzung des Projekts fehlten nur noch 60 Mitglieder, zwei habe er bereits schon wieder gewinnen können, so Eimannsberger. Der Umstieg auf regenerative Energien sei in Zeiten des Klimawandels unausweichlich – das zeige sich doch an Katastrophen wie im Ahrtal. „Ich kann nur jedem raten, sich über den Anschluss zu informieren, auch im Hinblick auf die steigende CO2-Steuer“, betont auch Demmin.

Sie gehen davon aus, dass der Anschluss trotz der gestiegenen Kosten nicht teurer werde als geplant. Dazu trage einen höhere Förderquote von 41 Prozent gegenüber den ursprünglich einkalkulierten 27 Prozent bei. Nur die Wärmekosten müssten an die Inflation angepasst werden.

 

Genossenschaft bittet um Kapitalerhöhung

 

Allerdings müsse die PreBEG ihre Mitglieder wegen der erhöhten Ausgaben für Extra-Gutachten um eine Kapitalerhöhung bitten, kündigen sie an. Das soll demnächst in einer Generalversammlung der Genossenschaft – wegen Corona im sogenannten Umlaufverfahren per Post – erfolgen.

Dabei wird eine Vorfinanzierung von sechs Genossenschaftsanteilen in Höhe von 600 Euro für die Planungskosten erbeten. „Es muss ja nicht mehr bezahlt werden als geplant, nur ein Teil etwas früher“, betont Demmin. Was passiert, wenn die Mehrheit der Mitglieder nicht zustimmt? „Dann ist das Projekt tot“, betont Eimannsberger.

Durch das Nahwärmeprojekt sollen rund 5500 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Im ersten Bauabschnitt werden Glinds-, Albrechts- und Wundersche Koppel angeschlossen. Es könnten zwei weitere Abschnitte folgen mit Klinik, Berliner Ring, Kreis-Alten- und Pflegeheim und eventuell Kloster sowie Finnenhaussiedlung und Ragniter Ring bis zur Friedrich-Ebert-Schule. „Dann wären 50 Prozent in Preetz regenerativ versorgt – das ist schon mal eine Ansage“, so Eimannsberger.
Quellenangabe: Ostholsteiner Zeitung vom 04.09.2021, Seite 25


Stand der Planung

Lutz Reinhardt | 27.08.2021

Stand des Verfahrens

Anfang August 2021 hat die Gemeinde Pohnsdorf den Offenlegungsbeschluss des Planungsentwurfs beschlossen und den Beschluss bekannt gegeben. Jetzt haben die Träger öffentlicher Belange (TÖB) wie Umweltbehörden oder Umweltverbände bis zum 6. Oktober Zeit Einwände und Änderungsvorschläge vorzulegen. Da aber die frühzeitige Beteiligung der TÖB so gründlich gewesen ist (s.u.), erwartet die PreBEG hier eigentlich keine Änderungen mehr. Falls doch Vorschläge und Einwände eingehen, werden diese dann von der Gemeinde Pohnsdorf geprüft und abgewogen. Die bisherigen und weiteren Schritte des Bauleitplanverfahrens können Sie der Abbildung 1 in der Spalte rechts entnehmen.

Aktuelle Planung

Der Entwurf sieht vor, in einem ersten Bauabschnitt 700 Sonnen-Kollektoren auf einer Fläche von ca. 7.900 m2 zu errichten. Die Fläche grenzt nach Süden an die L49 und nach Osten an den Hof Hörnsee (Teilbereich 3 in der Abbildung 2 rechts). Die Kollektoren werden nicht höher sein als 2 Meter und die gesamte Fläche wird von einer 5 Meter breiten Bepflanzung aus heimischen Sträuchern und Bäumen umgeben sein. Zwischen den Kollektoren wird eine Wildblumenwiese mit regionalen Pflanzen gesät.

Der Wöhnkenteich (siehe Abbildung 2) wird mit 24.000 m2 als Ausgleichsfläche verwendet. Insbesondere der Kiebitz soll hier eine geeignete Fläche für Brut und Nahrung finden. Eine weitere Ausgleichsfläche befindet sich südlich des Wöhnkenteiches und umfasst ca. 12.700 m2. Sie dient als Pufferzone zwischen der Solaranlage und dem Feuchtgebiet. Außerdem gibt es eine dritte Ausgleichsfläche südlich der L49. Insgesamt stellt die PreBEG also ca. 51.700 m2 Ausgleichsfläche zur Verfügung.

 

In einer weiteren Ausbauphase wird dann ein Erdbeckenspeicher errichtet, der die Wärme der Sonne langfristig speichern kann, so dass noch bis in den November hinein mit der im Sommer gespeichertern Sonnenenergie geheizt werden kann. Außerdem werden auf einer Fläche von ca. 22.000 m2 etwa 1.800 weitere Sonnen-Kollektoren errichtet. So können dann im weiteren Verlauf weitere Quartiere an die Nahwärme der PreBEG angeschlossen werden.

Die Energiezentrale

Die Energiezentrale ist das technische Zentrum der Nahwärmeversorgung. Hier erhitzt die von den Sonnen-Kollektoren gesammelte Wärme das Wasser, das in die Haushalte gepumpt wird. Hier steht der Holzhackschnitzelbrenner und der Erdölbrenner, der im Notfall zugeschaltet werden kann, damit immer Fernwärme zur Verfügung steht. Außerdem wird es Büros und weitere Räume geben. Das Gebäude wird eine Holzfassade bekommen und maximal 7,5 Meter hoch sein. Eine Zeichnung des Gebäudes (Abb. 3) und die Straßenansicht (Abb. 5) finden Sie in der Spalte rechts. Die Schornsteine aus Cortenstahl werden max. 28,5 Meter hoch und die Pufferspeicher hinter dem Gebäude max. 13,5 Meter. Da die Fläche nach Süden zur L49 durch Eichen und Sträucher begrenzt wird, wird man kaum etwas von der Betriebsanlage sehen.

Abb. 1: Bauleitplanverfahren (Klicken für größer)

Abb. 2: Planung der Fläche

Abb. 3: Die Energiezentrale

Abb. 4: Virtuelles Luftbild

Abb. 5: Straßenansicht



Lutz Reinhardt | 07.08.2021

Herr Demmin erklärt, warum das Genehmigungsverfahren bisher bereits 2 Jahre gedauert hat.

Herr Demmin beschreibt, wie der Stand der Mitgliederzahlen ist, wie viele Mitglieder noch benötigt werden und die Unterschiede zwischen einzelnen Bereichen innerhalb der Quartiere Glindskoppel, Albrechtskoppel und Wundersche Koppel

Herr Demmin erläutert, warum es aus seiner Sicht sinnvoll ist, Mitglied in der PreBEG zu werden.

 

Das ganze Interview können Sie hier sehen.



Lutz Reinhardt | 14.07.2021

Es geht weiter

Genehmigungsverfahren:

Die PreBEG hatte mit 6 Monaten gerechnet, jetzt sind 2 Jahre vergangen: Ende Juni ist das Verfahren zur frühzeitigen Beteiligung der Träger öffentlicher Belange (TÖB) endlich abgeschlossen worden. Träger öffentlicher Belange sind alle Organisationen und Institutionen, deren Interessen und Belange durch ein Bauvorhaben berührt werden könnten. Zu den TÖB zählen z.B. Naturschutzverbände oder die Naturschutzbehörden. Die meisten TÖB hatten nur kleine oder gar keine Anmerkungen zu dem Bauvorhaben der PreBEG, die Untere Naturschutzbehörde (UNB), die Naturschutzbehörde des Kreises Plön,  hatte allerdings zahlreiche Einwände. Durch verschiedene unglückliche Umstände konnte die UNB ihre Einwände nicht in Form einer Liste, die die PreBEG in einem Rutsch hätte abarbeiten können, einreichen, sondern die Einwände kamen jeweils zu verschiedenen Zeitpunkten bei der PreBEG an.


So ging es um die Höhe der Schornsteine, die Größe von Ausgleichsflächen, den Schutz des Kiebitz, die Umrandung der Flächen durch Hecken oder darum, ob die Reflexion der Sonnenkollektoren eine Irritation für die Wasservögel wegen der Nähe zum Postsee darstellen. Alle Einwände konnten von der PreBEG und den beauftragten Planungsbüros berücksichtigt werden, so dass es nun endlich weitergehen kann: Die Gemeiden Pohnsdorf, auf deren Fläche das Projekt entsteht, kann nun mit den geänderten Plänen das formelle Beteiligungsverfahren starten. Die TÖB können nun Stellungsnahmen zu den Planungsentwürfen abgeben. Da aber das frühzeitige Beteiligungsverfahren so gründlich war, ist mit kritischen Sttellungnahmen nicht zu rechnen.

Die PreBEG erwartet, dass die Gemeinde Pohnsdorf bis zum 11. August den Offenlegungsbeschluss fassen wird und der Beschluss im "Amtsschimmel" am 25. August

 

 


bekannt gegeben wird. Bis Anfang Oktober können dann die TÖB ihre Stellungnahmen abgeben, welche dann von den Gemeindevertetern abgewogen werden können. Es folgen dann noch weitere Verfahren, wie die Genehmigung des F-Planes durch das Land SH und die Entlassung des Betriebsgeländes aus dem Landschaftschutz, aber die größte Hürde ist nunmehr nach 2 Jahren Planung genommen.

 



Lutz Reinhardt | 10.04.2020
Zuschüsse für den Anschluss an die Nahwärmeversorgung

Nach derzeitigem Stand wird es für bestehende Ein- und Zeifamilienhäuser und für Eigentumswohnungen einen Investitionszuschuss für den Erstanschluss an eine Nahwärmeversorgung geben. Dieser Zuschuss wird 20% der förderfähigen Kosten, max. jedoch 10.000 Euro betragen und wird von der KfW (Programm 430) geleistet.

Ein weiteres Förderprogramm wird vom Land Schleswig-Holstein kommen. Auch hier wird der Anschluss an ein Nahwärmenetz gefördert, und zwar in Höhe von 500 Euro. Weitere Einzelheiten zu beiden Programmen finden Sie hier. Insgesamt wird sich so für jeden Eigentümer eines Ein- bzw. Zweifamilienhauses oder einer Eigentumswohnung eine Gesamtfördersumme von 1.183 Euro ergeben. So erhalten Hausbesitzer für 5.976 Euro eine neue Heizung.

 

   
Anschaffungskosten minus ersparte CO2-Steuer und Zuschüsse

Wenn Sie pro Jahr einen Heizölverbrauch von 2.000 Litern oder einen Gasverbrauch von 19.767 kWh haben, werden Sie bis 2025 eine CO2-Steuer von 1.085,28 € (Öl) oder 826,28 € (Gas) bezahlen müssen. Wenn Sie Ihre Wärme für die Heizung über die PreBEG beziehen, zahlen Sie KEINE CO2-Steuer. Ziehen Sie diese Ersparnis von den bereits subventionierten Kosten für die Heizung in Höhe von 5.976 € (siehe links) ab, erhalten Sie eine neue Heizanlage für nur 4.891 € (Öl) bzw. 5.150 € (Gas). Und vergessen Sie nicht, dass Sie ebenfalls keine Kosten mehr für den Schornsteinfeger und die Wartung haben und dass die PreBEG die Anlage ohne Extrakosten für Sie austauscht, falls sie doch einmal kaputt ist.

Passen Sie einfach mit dem Regler des Rechners für den Interaktiven Kostenvergleich (direkt unter diesem Artikel) Ihren Heizöl- bzw Gasverbrauch an, dann verändern sich die auch Beträge in diesem Artikel.


Interaktiver Kostenvergleich Öl - Gas - Nahwärme

inkl. CO2-Steuer ab 2021

  Heizöl Gas Nahwärme
 Verbrauch in Liter pro Jahr

2.000 Liter

 
 Verbrauch in kWh pro Jahr

20.400 kWh

19.767 kWh

17.708 kWh

Nutzwärme

17.000 kWh

17.000 kWh

17.000 kWh

Heizölpreis (Öl) / Arbeitspreis (Gas) / Arbeitspreis Wärme

0.68 € / Liter

0.059 € / kWh*

 0,075 € / kWh
Brennstoffkosten pro Jahr

1.360,00 €

1.166,00 €

1.328,00 €

Jahreskosten 2020 inkl. aller Kosten***

2.148,00 €

2.067,00 €

1.829,00 €

Jahreskosten 2021 inkl. aller Kosten***

2.290,80 €

2.174,50 €

1.829,00 €

davon CO2-Steuer 2021

142,80 €

108,72 €

0,00 €

CO2-Steuer 2022

171,36 €

130,46 €

0,00 €

CO2-Steuer 2023

199,92 €

152,21 €

0,00 €

CO2-Steuer 2024

257,04 €

195,69 €

0,00 €

CO2-Steuer 2025

314,05 €

239,18 €

0,00 €

Gesamt CO2-Steuer bis 2025

1.085,28 €

826,28 €

0,00 €

z.B. Jahreskosten 2025 inkl. aller Kosten***

2.462,05 €

2.303,50 €

1.829,00 €

CO2-Ausstoß pro Jahr

5,71 t/Jahr

4,30 t/Jahr

0,44 t/Jahr

* Der Gaspreis von 5,9 ct / kWh ist ein Angebot der Stadtwerke Kiel mit einer Preisbindung bis zum 30.09.2020 (Stand 14. Mai 2018)
** Da die Einzelposten der Investitionen zu unterschiedlichen Zeitpunkten gezahlt werden müssen, erscheint eine Finanzierung des Gesamtbetrags wenig sinnvoll (350€ bei Eintritt in die Genossenschaft, 1.400€ Genossenschaftsanteile bei Baugenehmigung, also wahrscheinlich Ende 2018, 3.820€ Kapitalrücklage + 1.350€ für Rückbau + Anschluss des Kessels bei Anschluss des Hauses). *** Dazu gehören Schornsteinfeger, Wartung, Strom, ggf. Grundgebühr und eine jährliche Rücklage für eine neue Heizungsanlage. Siehe auch interaktiver Heizkostenrechner


1 Mio. € Förderung für die PreBEG

Lutz Reinhardt | 22.01.2020  Kurz vor Weihnachten erhielt die PreBEG die Genehmigung für einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn. Damit steht auch von Seiten des Landes Schleswig-Holstein der Aufnahme von Baumaßnahmen nichts im Wege, denn mit dieser Entscheidung erklärt die IB.SH, dass ein eventueller Baubeginn einer späteren Förderung nicht im Wege steht. Gleichzeitig erklärt die IB.SH, dass die von der PreBEG beantragte Fördersumme voraus-sichtlich über 3 Jahre zu jeweils 333.333 € ausgezahlt werden wird. Das "voraussichtlich" bezieht sich darauf, dass das Schreiben keinen Bescheid über die Fördersumme darstellt, jedoch kann die PreBEG fest von der Fördersumme in Höhe von  1 Mio. € ausgehen.


Lutz Reinhardt | 07.09.2019

Preetz klimaneutral bis 2030

Am Dienstag, 03. September hat die Stadtvertretung von Preetz einen wegweisenden Beschluss gefasst: Die Stadtvertretung setzt sich zum Ziel, die Stadt Preetz bis 2030 zu einer klimaneutralen Kommune zu entwickeln. Dazu wurde beschlossen, dass über die Fortschritte dieses Prozesses die Stadtvertretung und die Öffentlichkeit jährlich zu unterrichten sind, die Preetzer Bürger*innen in geeigneter Weise einzubinden sind und die Verwaltung und alle Gremien der Selbstverwaltung aufgefordert sind, den Fragen des Klimaschutzes allerhöchste Priorität einzuräumen. (weitere Informationen auf der Seite Preetz.de - Ratsinformationssystem - Sitzung vom 03.09.2019). Ich als Mitglied der PreBEG bin der Meinung, dass dies ein großer Schritt ist, den die Stadtvertretung gegangen ist. Denn damit sendet die  Lokalpolitik ein klares Zeichen an die Bürger*innen der Stadt, dass Klima-schutz allerhöchste Priorität hat. Ich verstehe dies auch als Aufforderung, Mitglied in der PreBEG zu werden, denn dies unterstützt den Weg zur Klimaneutralität bis 2030.

Lutz Reinhardt | 07.09.2019

In eigener Sache

Es scheint für viele Menschen unglaublich zu sein, dass man sich einfach so für etwas engagieren kann, von dem man überzeugt ist UND das auch noch sinnvoll für die Mitmenschen ist. Denn nur so können wir uns erklären, dass die Ehrenamtlichkeit der Tätigkeit von Hans Eimannsberger und dem Werkteam immer wieder in Gesprächen in Zweifel gezogen wird. An der Ehren-amtlichkeit von Vorsitzenden von Vereinen oder politischen Parteien auf lokaler Ebene jedoch scheint kein Zweifel zu bestehen. Deswegen in aller Deutlichkeit:

Erstens: Weder Hans Eimannsberger noch andere Mitglieder des sog. Werkteams erhalten Geld für ihre Tätigkeit. Wir alle glauben daran, dass es

notwendig ist, nicht nur individuell zu handeln, indem wir z.B. Strom sparen oder den Fleischkonsum reduzieren, sondern dass es notwendig ist, öffentlich zu handeln. Deswegen engagieren wir uns für die PreBEG, weil die Wärmeversorgung von 3.000 Menschen in Preetz mit 95% regenerativer Energie so großartig ist und so zukunftsweisend, dass es sich lohnt, Zeit zu investieren - für alle.

Zweitens: Die PreBEG ist kein Unter-nehmen, sondern eine Genossen-schaft. Das bedeutet, dass zum einen jedes Mitglied aktiv mitbestimmen kann über den Kurs der Genossenschaft, was z.B. Investitionen oder weitere Planungen angeht. Und jedes Mitglied kann ebenfallsaktiv über etwaige Gewinne mitentscheiden. Dieses Recht erhält das Mitglied durch die Einzahlung von insgesamt 1.500 € Genossenschaftsanteilen, mit denen es sozusagen Anteilseigner an der Genossenschaft wird. Eine Genossenschaft ist also kein gewinnorientiertes Unternehmen, sondern eine demokratische und gemeinnützige Unternehmung, hier mit dem Ziel, ökologisch sinnvoll Wärme zu gewinnen.


Artikel aus dem Stadtmagazin




Lutz Reinhardt | 11.11.2018

Warum jetzt Mitglied in der Prebeg werden?

Wir haben derzeitig (Stand 27.08.21) 275 Mitglieder. Damit haben 78% der notwendigen Teilnehmer JA gesagt zu einer Wärmeversorgung, die regional ist, regenerativ und genossenschaftlich. Damit sind wir den angestrebten 70% bereits sehr nahe.

 

Den Unentschlossenen, die diese Zeilen lesen, sei gesagt: Entschließen Sie sich! Wenn jeder Unentschlossene, den Herr Eimannsberger schon besucht hat, sich für die PreBEG entscheidet, liegen wir über den angestrebten 70% Anschlussquote! Sie gehen also kein Risiko ein. Umgekehrt wird mittlerweile ein Schuh draus: Wer sich nicht entscheiden mag, die regenerative Nahwärme der PreBEG zu beziehen, droht abgehängt zu werden. Wenn das Netz erst mal gebaut ist, werden keine Einzelhäuser nachträglich angeschlossen. Wenn Sie aber jetzt Mitglied in der Genossenschaft werden, bekommen Sie einen Anschluss an Ihr Grundstück gelegt. Und wenn dann Ihre Heizung den Geist aufgibt, wird dieser Anschluss in Ihr Haus erweitert. Fertig!

 

Liebes PreBEG-Mitglied, das diese Zeilen liest: Sprechen Sie Ihre Nachbarn an, erzählen Sie, wie nah wir am Ziel sind und überzeugen Sie Ihre Nachbarn.

Die Technik ist bewährt: Seit Mitte der 80er-Jahre laufen Anlagen wie unsere in Dänemark, die Technik ist in Jahrzehnten immer weiter verbessert worden. Schauen Sie sich auch auf Youtube einen kurzen Film über eine dänische Anlage an. Aber auch in Deutschland gibt es Anlagen, wie z.B. im brandenburgischen Senftenberg. Die PreBEG setzt also auf eine erprobte Technik, genauso erprobt wie Gas- oder Ölbrenner. Genauso ist es mit dem genossenschaftlichen Betrieb: auch dieser ist seit Jahrzehnten in Dänemark erfolgreich. Und in Deutschland gibt es immer mehr Wärmegenossenschaften (s.u.), die nächste finden Sie in Honigsee!

 

 

Warum eigentlich Genossenschaft? Weil eine Genossenschaft keine Gewinne machen will! Den Wärmepreis bestimmt jedes Mitglied mit: Jedes Mitglied - eine Stimme. Und auf der Mitgliederversammlung werden die Entscheidungen der Genossenschaft bestimmt. Und jede Stimme ist gleich viel Wert: das Reihenhaus hat genausoviel Stimmrecht wie die Baugenossenschaft oder die Stadt Preetz. Es gibt kein Unternehmen, das die Gewinne abschöpfen will. Wo kann man direkter über sein eigenes Geld bestimmen?

 

Warum regenerative Wärmegewinnung? Weil wir nicht mehr warten können! Jeder einzelne ist mitverantwortlich für das Klima. Hier kann jeder etwas gegen den Klimawandel tun, ohne dass er auf irgendetwas verzichten muss! Wenn Sie klimabewusst reisen wollen: Fliegen Sie nicht in den Urlaub! Wenn Sie sich klimabewusst ernähren wollen: Essen Sie kein Fleisch! Wenn Sie klimabewusst zur Arbeit kommen wollen: Nutzen Sie Fahrad oder die Bahn! Aber wenn Sie klimabewusst heizen wollen: Werden Sie einfach Mitglied bei der PreBEG! Sie müssen auf nichts verzichten.

 

Und wenn Sie eine andere Haltung zum Klimawandel haben? Werden Sie trotzdem Mitglied, denn Deutschland hat das verbindliche Ziel, bis 2030, also innerhalb der nächsten 11 Jahre, den Treibhausgasausstoß um 55% zu reduzieren. Und auch der Anteil an erneuerbaren Energien soll bis dahin auf 30% gesteigert werden. Mit der Wärme von der PreBEG haben Sie bereits 95% Reduktion geschafft, mehr geht kaum.

 

Broschüre des Landes Schleswig-Holstein zum Thema Solare Wärme

Liste der Wärmenetze in Schleswig-Holstein

Klimaschutzziele Deutschlands (Umweltbundesamt)



Lutz Reinhardt | 27.01.2019

Durch Nahwärme und Glasfaser steigt der Wert von Immolilien

Wenn durch die PreBEG Ihr Haus mit Wärme, die zu 95% aus erneuerbarer Energie gewonnen wird, beliefert wird, muss ein Käufer Ihrer Immobilie keine weiteren Maßnahmen wie Dach- oder Fassadendämmung oder eine neue Heizung einplanen. Die 95% regenerative Wärme erfüllen bereits alle Anforderungen. So kann er z.B. mehr Geld für eine neue Küche oder ein neues Bad investieren.

Außerdem wird die PreBEG ebenfalls Glasfaser in Ihr Haus legen. Sie können damit schnell im Internet surfen, fernsehen und telefonieren. Oder auch nur telefonieren oder nur telefonieren und ins Internet gehen oder ...

Und das macht Ihr Haus bei einem eventuellen Verkauf sehr viel interessanter. Und davon haben auch Ihre Erbe etwas.

Lutz Reinhardt | 05.08.2019

Und es funktioniert auch in Deutschland!

Immer wieder hören wir in unseren Gesprächen, dass die Leute sagen: bei uns (in Preetz) funktioniert das bestimmt nicht. Sicherlich ist für Preetz das Beispiel mit dem Breitbandausbau sehr negativ, zumindest für unsere beiden Quartiere. Aber das war eben nur Glasfaser. Wir machen Fernwärme und warum sollte das nicht funktionieren, wo es doch bereits viele Energiegenossenschaften gibt? 5 Minuten Recherche im Internet haben 5 Links ergeben:

  1. Energieversorgung Honigsee
  2. Energiegenossenschaft Emstal
  3. Nahwärme Heede
  4. Nahwärme Pfohfeld (mit Breitband!!)
  5. Energiegenossenschaft Fürth


Lutz Reinhardt | 10.11.2017

Mehr Mais durch PreBEG?

In einem Leserbrief in der KN vom 03. November 2017 wird unter anderem die Frage aufgeworfen, ob mehr Mais für die Biogasanlage auf dem Hof Hörnsee wegen der Nahwärme angebaut werden müsse.

NEIN! Denn auf der Betriebsfläche des Hofes von Detlef Blunk, Hof Hörnsee, wird im Rahmen der normalen Frucht-folge, wie sie von jedem verantwortungsbewussten Landwirt eingehalten wird, Mais angebaut. D.h., dass alle 4 bis 5 Jahre auf einer Fläche auch Mais wächst. Somit macht der Maisanbau etwa 20 - 25% der Gesamtbetriebsfläche aus. Eine Erhöhung ist weder für Detlef Blunk noch die PreBEG wünschenswert oder geplant.

Die Biogasanlage, die von Detlef Blunk betrieben wird, wird zu 70% mit der Gülle der Viehzucht beschickt und nur zu 30% mit Mais. Dieser Anteil ist technisch notwendig und kann nicht verringert werden, wird jedoch auch nicht erhöht dadurch, dass die PreBEG die Wärme der Biogasanlage vom Hof Hörnsee abnimmt. Diese Wärme muss, bis die PreBEG sie abnimmt, ungenutzt an die Umwelt abgegeben werden, da es überschüssige Wärme ist.

Lesen Sie auch den Artikel, der Anlass für den o.g. Leserbrief war, den eigentlichen Leserbrief sowie zwei Antworten darauf.

Lutz Reinhardt | 11.11.2018

Rohstoff-Abhängigkeit von Russland

Woher kommen eigentlich unser Erdgas und Erdöl? 2017 betrug der Anteil an russischem Erdgas 51%, an niederländischem Erdgas 21% und an norwegischem Erdgas 27% (statista). Der Anteil an russischem Erdgas wird aber sicherlich noch steigen, da mit der Gaspipeline Nord Stream 2 ab Ende 2019 eine direkte Gasverbindung nach Russland besteht und zum anderen die Niederlande bis 2030 aus der Erdgasförderung komplett aussteigen will (Die ZEIT).

Beim Erdöl verhält es sich ganz ähnlich: ca. 37% unseres Erdöls kommen aus Russland. Der zweitgrößte Lieferant ist dann Norwegen mit ca. 11% (Bundesamt für Wirtschaft).

Bei der Versorgung mit Öl und Gas sind wir also sehr abhängig von Russland. Man kann zu Russland stehen, wie man will, aber eine zu starke Abhängigkeit von einem Anbieter macht erpressbar. Der Preis für die regenerativ erzeugte Wärme der PreBEG  bleibt langfristig planbar!

 

Weiterführende Informationen



Lutz Reinhardt | 20.01.2018

Was ist eigentlich die PreBEG?

Die Preetzer Bürger Energie Genossenschaft (kurz PreBEG) will alle Häuser der Glindskoppel und der Wunderschen Koppel in Preetz mit Wärme versorgen. Jeder Eigentümer kann Mitglied in der Genossenschaft werden und erwirbt damit das Recht, die Geschicke der Genossenschaft mitzubestimmen. Er ist somit "Miteigentümer" und entscheidet, wie das erwirtschaftete Geld investiert wird.

Die Wärme wird mithilfe der Sonnenenergie und der Verbrennung von Holzhackschnitzeln sowie einem kleinen Anteil Abwärme von einer Biogasanlage (15%) erzeugt, sie entsteht also aus erneuerbarer Energie, und es werden dadurch 3000 Tonnen Kohlenstoffdioxid pro Jahr weniger ausgestoßen. Die dafür benötigte Fläche gehört zum Hof Hörnsee am Postsee. Und damit wird dieses Projekt zu einem interkommunalen, denn die Flächen zur Erzeugung der Energie liegen auf dem Gemeindegebiet von Pohnsdorf.

Für einen Einfamilienhaus- oder Reihenhausbesitzer bedeutet der Anschluss, dass seine jetzige Heizungsanlage abgebaut und die neue Heizungsanlage an die vorhandenen Anschlüsse montiert wird. Der Umbau dauert einen Tag, die Gesamtkosten belaufen sich auf 5.570.- Euro zzgl. der Kosten für den Ausbau der alten Anlage und Anschluss der neuen Anlage (erfahrungsgemäß Kosten unter 1000.- Euro). Der Gesamtbetrag ist aber nicht sofort fällig, sondern in mehreren Schritten.

Falls die bestehende Heizungsanlage noch zu neu ist, um sie abzuschalten, kann ein Hausbesitzer auch einfach nur Genossenschaftsmitglied werden. Dafür erhält er an seinem Grundstück einen Abzweig für die Nahwärme und kann sich dann später problemlos anschließen lassen, wenn die alte Heizungsanlage nicht mehr effizient genug ist. Die Genossenschaftsanteile und die Eintrittsgebühr belaufen sich dabei dann auf 1.750.- Euro, wovon 350.- Euro direkt nach Eintritt in die Genossenschaft fällig sind. Der Restbetrag von 1.400.- Euro wird erst fällig, wenn die Bagger tatsächlich rollen.

So kann also jeder Eigentümer auf sehr einfache Weise den direkten Kohlenstoffdioxidausstoß seines Hauses auf 5% der vorherigen Menge drücken. Damit ist jedes Genossenschaftsmitglied den Zielen Deutschlands und der EU zur Verringerung des Kohlenstoffdioxidausstoßes weit voraus. Das gibt Sicherheit und ein gutes Gefühl.

Für weitere Antworten auf Ihre Fragen gehen Sie auf den Menüpunkt DAS PROJEKT.


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