Am 1. Mai hatte der CDU-Ortsverband Preetz kurzfristig zu einer Besichtigung des Hof Hörnsee eingeladen, um die bereits funktionierende Nahwärmeversorgung in Preetz kennenzulernen und das Projekt der PreBEG vorzustellen. Hans-Jürgen Gärtner, der Vorsitzende des Ortsverbandes, begrüßte an diesem regnerischen Maitag die ca. 20 Interessierten. Er betonte die Bedeutung des Vorhabens der PreBEG, indem er deutlich machte, dass die fossilen Energieträger früher oder später verbraucht sein werden.

Auf dem anschließenden gemeinsamen Rundgang machte Detlef Blunk, der Besitzer des Hof Hörnsee und Betreiber der Biogasanlage, die Besucher vertraut mit seinem Hof. Er erklärte, dass sein Hof zwar kein Biohof sei, er aber nichts desto trotz auf Nachhaltigkeit Wert lege. So würde z.B. der Betriebsstoff für die Biogasanlage von seinen 400 Rindern geliefert: die Gülle. 70% würde dieser Rohstoff, der bei der Viehwirtschaft ja in jedem Fall entsteht, beim Betrieb der Biogasanlage ausmachen. Die restlichen 30%, mit denen die Anlage beschickt wird, ist Mais.  Dieser Anteil ist als sog. Trockenmasse notwendig für den Betrieb der Biogasanlage. Am Ende des Prozesses stehen dann die Wärme, der Strom und das sog. Gärsubstrat. Das ist der Rest, der von Gülle und Mais übrigbleibt, ein geruchsloser Stoff, der auf die Felder als Dünger aufgebracht wird. Auch dabei achtet der Betrieb auf Nachhaltigkeit: das Gärsubstrat würde nicht einfach versprüht, sondern gezielt in den Boden eingearbeitet.

Anschließend konnte die Besuchergruppe die Steuerungsanlage für die eigentliche Biogasanlage, das kleine Kraftwerk, in dem die Wärme erzeugt wird, sowie die Steuerunsganlage für Fernwärme ansehen. Danach ging es zurück ins Warme in den Besucherraum des Hof Hörnsee.

Dort erläuterte Hans Eimannsberger, der Vorstandsvorsitzende der PreBEG, das Projekt und den Stand des Projektes. In der anschließenden kurzen Aussprache versicherte Herr Gärtner, dass er dem Vorstand des Ortsverbandes einen Antrag auf Mitgliedschaft als Genossenschaftsmitglied in der PreBEG vorlegen wolle. Dies ist doch als klare Aussage für die Unterstützung des Nahwärmeprojektes der PreBEG durch die CDU von Preetz zu werten.