Wärmeversorgung aus erneuerbaren Energien in Preetz

  • Energie aus der Region – für die Region

  • Einbindung regionaler Unternehmen und der Forstwirtschaft

  • Das Geld bleibt in der Region

  • Imagegewinn und Steuereinnahmen für Preetz und Pohnsdorf
  • Schonung der Umwelt durch Vermeidung von CO2-Emissionen
  • Weitestgehende Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern
  • Dauerhaft günstigere und kalkulierbare Heizkosten
  • Vorteile bei der Gebäudesanierung durch besten Primärenergiebedarf
  • Keine Schornsteinfeger-, Wartungs- und Instandhaltungskosten

  • Es wird nur die tatsächlich verbrauchte Energie bezahlt – keine Wirkungsgradverluste
  • Hohe Versorgungssicherheit durch die Redundanz der Energieträger Sonne, Holz und Biogas in Verbindung mit Pufferspeichern in der Heizzentrale

Das Wärmenetz

Wärmenetz:

 

Das Wärmenetz hat eine Gesamtlänge von
über 11 Kilometern. Es soll die ganze Glindskoppel und die Wunder’sche Koppel mit Wärme versorgen. Das sind dann ca. 530 Hausanschlüsse an Ein- und Mehrfamilienhäusern.

 

Der Bau wird in mehrern Abschnitten erfolgen, wenn sich 70% der möglichen Hausanschlüsse für die Preetzer Energie Genossenschaft entschieden haben.

 


Ihre Investition

Jedes Mitglied der Genossenschaft entrichtet ein Eintrittsgeld in Höhe von 250 €.

Dieser Beitrag sorgt dafür, dass die Genossenschaft am Anfang handlungsfähig wird. Nur dieser Beitrag kann beim Scheitern des Projektes für Sie als Mitglied verloren gehen!

Ein Geschäftsanteil beträgt 100 €. Jedes Mitglied ist verpflichtet, 15 Anteile zu erwerben, also insgesamt 1500 € Genossenschaftsanteile.

Allerdings werden die Anteile nicht auf einmal erhoben, sondern schrittweise.

Für die Nutzung des Fernwärmenetzes, der Wärmeübergabestation sowie den hydraulischen Abgleich wird ein Betrag von 3.820 € als Kapitalrücklage fällig, und zwar erst dann, wenn die Bagger wirklich rollen. Das war es! Außer 250 € haben Sie kein weiteres Risiko, denn nur dieser Betrag kann verloren gehen. Alle anderen Beträge werden erst fällig, wenn die Bauphase beginnt.


250 € Eintrittsgeld
1.500 € Genossenschaftsanteil
3.820 € Kapitalrücklage
= 5.570 € Gesamtinvestition


Weniger Investition geht nicht.


Haustechnik

Die Wärme kommt in Form von ca. 75° heißem Wasser bei Ihnen an. Eine Übergabestation in Ihrem Heizungskeller übernimmt die Wärme, erhitzt damit das Wasser Ihrer Heizungsanlage und sorgt für warmes Wasser in Küche und Bad. Dadurch, dass die Technik so einfach ist, ist die Anlage wartungsfrei. Und sollte sie dennoch einmal kaputt gehen, bekommen Sie von der Genossenschaft eine neue, kostenlos!

Zum Anschluss wird ein Rohr von der Straße, wo das Hauprohr für die Wärmeversorgung liegt, zu Ihrem Haus in den Heizungsraum gelegt. Dafür sind natürlich Erdarbeiten auf Ihrem Grundstück sowie eine Kernbohrung durch die Hauswand notwendig. Die von der PreBEG beauftragte Baufirma wird dafür sorgen, dass Ihr Grundstück bestmöglich in den alten Zustand zurück versetzt wird, so dass Sie von dem Eingriff hinterher kaum etwas sehen werden.

Die ca. 70cm x 100 cm große Übergabestation wird Ihren derzeitigen Heizkessel ersetzen. Dafür wird einfach Ihr alter Kessel von einer Sanitärfirma von der Wand genommen und die Übergabestation an der gleichen Stelle wieder angesetzt. Die alten Anschlüsse für Vor- und Rücklauf sowie Warmwasser können weiterhin genutzt werden. Allerdings könnte es sein, dass die Anschlüsse angepasst werden müssen. Die Kosten für den Einbau übernimmt die Genossenschaft. Die Kosten für den  Anschluss an ihr bestehendes Heizungs- und Warmwassersystem und den Abbau Ihres alten Kessels tragen Sie selbst.

 

 

Mehr Aufwand ist das nicht.

 

Wärmeerzeugung

Die Wärme wird zu 95% aus regenerativer Energie erzeugt. Der Kern der Anlage ist ein Kessel für Holzhackschnitzel. Daraus entstehen etwa 60% der Wärme. Die Holz-hackschnitzel werden aus Knickholz in unserer Region gewonnen.

Damit der Preis der Wärme für die Mitglieder der Genossenschaft stabil bleibt, wird eine 6.300 m2 große Solaranlage installiert. Diese erzeugt keinen Strom, sondern erwärmt mithilfe der Sonne Wasser, kostenfrei! Das Bild links zeigt, wie groß die Fläche in der ersten Ausbaustufe sein wird. Die Technik ist sehr einfach, aber die Installation ist teuer. Deswegen soll die Anlage in finanzierbaren Schritten auf bis zu 33.000 m2 erweitert werden.

 

Ca. 15% der Wärme kommen aus der bereits bestehenden Biogasanlage des Hof Hörnsee. Dabei handelt es sich um bereits vorhandene, aber derzeit nicht genutzte Abwärme der Anlage. Die Gesamtenergiegewinnung der Biogasanlage basiert zu über 70 % auf Gülleverwertung. Der Rest wird aus Mais gewonnen, der notwendig ist, um die entsprechend erforderliche Trockensubstanz für die Energiegewinnung bereitzustellen. Eine Erweiterung der bestehenden Biogasanlage des Hofes Hörnsee ist per Gesetz ausgeschlossen. Die künftige Erweiterung unserer Anlage erfolgt durch eine Vergrößerung der Solarthermieanlage und den Bau/Betrieb eines großen saisonalen Warmwasserspeichers.

 

Zu guter Letzt wird auch ein konventioneller Heizölkessel Wärme erzeugen können. Dies geschieht aber nur, wenn durch sehr hohen Verbrauch die regenerative Erzeugung nicht mehr ausreicht. So sorgt dieser Kessel dafür, dass Sie nie im Kalten sitzen werden.

 

Holzhackschnitzel:                             ca. 60%

 

Solarfeld:                                           ca. 20%

 

Biogas:                                              ca. 15%

 

Heizöl:                                               ca. 5%


Ihr Wärmepreis

Beispiel einer Übergabestation
Beispiel einer Übergabestation

Wir können heute (Stand 04.07.2017) sagen, dass unser Wärmepreis ca. 3% unter dem Preis von Öl oder Gas liegen wird. Das liegt daran, dass Sie keine Kosten mehr für Wartung und Schornsteinfeger haben werden und kein Geld zurücklegen müssen für eine neue Heizungsanlage. Da wir aber alle sicher sein können, dass die Öl- und Gaspreise steigen werden, wird sich diese Differenz weiter zugunsten der Genossenschaftsmitglieder entwickeln.


Günstiger geht’s kaum.


Klimaschutz

Statistisch gesehen erzeugt jeder Deutsche ca. 9 Tonnen CO2 / Jahr. Durch das Nahwärmeprojekt können ca. 3000 Tonnen CO2 jährlich in unseren beiden Quartieren zusammen eingespart werden. Da etwa 3000 Einwohner in diesen beiden Quartieren leben, spart also durchschnittlich jeder Einwohner ca. 1 Tonne CO2 pro Jahr ein. Das entspricht einer Flugreise zu den Kanarischen Inseln - hin und zurück. Und das nur, indem Sie sich entscheiden, Nahwärme von einer Genossenschaft zu beziehen, die regional und in Bürgerhand ist. Sie brauchen dafür nicht Ihre Gewohnheiten ändern oder große Investitionen tätigen.

 

Einfacher geht‘s nicht.

 


Genossenschaft

Eine Genossenschaft ist anders als ein großes Energieunternehmen nicht gewinnorientiert. Die PreBEG hat es sich zum Ziel gesetzt, günstig und umweltgerecht Wärme für die Haushalte in Preetz zu erzeugen. Und als Mitglied entscheiden Sie über den Gewinn und die Orientierung der Genossenschaft mit. So bleibt ihr Geld in der Region und geht nicht an ein gewinnorientiertes Großunternehmen:

 

ein Mitglied – eine Stimme.

 

Die Stadt Preetz ist so überzeugt von der Idee der Preetzer Bürger Energie Genossenschaft, dass Sie bereits auf der Gründungsversammlung am 25. April 2017 Mitglied geworden ist. Auf dieser Versammlung wurde Bürgermeister Demmin zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Und darüber hinaus gibt die Stadt Preetz noch 10.000 € für die Erstellung des Bebauungsplans.

 

Häufige Fragen zur Genossenschaft

 

Was braucht man für die Gründung einer Genossenschaft?

 

Für die Gründung einer Genossenschaft benötigt man drei Gründungsmitglieder – natürliche oder juristische Personen (z.B. Kommunen, Unternehmen) –, die Satzung als rechtliches Konzept sowie einen Geschäftsplan („Businessplan“), der das Vorhaben beschreibt und eine mehrjährige Unternehmensplanung beinhaltet

Auf welchen rechtlichen Grundlagen basiert die Gründung?

 

Rechtsgrundlagen des deutschen Genossenschaftsrechts sind das Genossen-schaftsgesetz (GenG) und das Handelsgesetzbuch (HGB). Die Satzung, die zwingend beim Registergericht bei Eintragung einzureichen ist, bildet den juristischen Rahmen der Geschäftsidee und enthält Aussagen zu den Rechten und Pflichten der Mitglieder, zum Geschäftsanteil, Geschäftsguthaben und Haftsumme, zu den Organen und schließlich zur Rechnungslegung

 

 

 

Was unterscheidet die Genossenschaft von anderen Unternehmensformen?
Bei der Genossenschaft stehen die demokratischen Spielregeln sowie die Mitglieder und deren Interessen im Mittelpunkt. Sie sind gleichzeitig Entscheidungsträger, Geschäftspartner und Kapitalgeber. Der Zweck der Genossenschaft ist auf den langfristigen Erfolg und Nutzen für die Mitglieder ausgerichtet, nicht auf die kurzfristige Kapitalrendite.

Wann ist ein Zusammenschluss in einer Genossenschaft sinnvoll?
In der Genossenschaft schließen sich natürliche oder juristische Personen zusam-men, die ein gemeinsames Ziel haben und wirtschaftlich tätig werden wollen. Im Rahmen ihrer Kooperation können sie Leistungen anbieten, die das einzelne Mitglied alleine nicht oder nur unter großem Aufwand erbringen kann.

Wie ist eine Genossenschaft aufgebaut?

Eine Genossenschaft besteht aus drei Organen: Generalversammlung, Vorstand und Aufsichtsrat. Sie zeichnet sich durch transparente Strukturen und Entscheidungspro-zesse aus.

Wer kann in einer Genossenschaft wie mitbestimmen?
Die Genossenschaft ist eine demokratische Unternehmensform. Jedes Mitglied hat in der Generalversammlung grundsätzlich eine Stimme – unabhängig von der Höhe der finanziellen Beteiligung. Dies bedeutet, dass jedes Mitglied mit seiner Stimme bei Entscheidungen das gleiche Gewicht hat und nicht befürchten muss, von anderen Mitgliedern aufgrund einer höheren Kapitalbeteiligung überstimmt zu werden.

 


Welche Aufgaben hat die Generalversammlung?
Der Generalversammlung gehören alle Mitglieder der Genossenschaft an. Sie wählt aus ihrer Mitte den Vorstand (mindestens zwei natürliche Personen) und gegeben-enfalls den Aufsichtsrat (mindestens drei natürliche Personen). Darüber hinaus entscheidet sie u. a. über die Verwendung des Jahresergebnisses sowie über die Satzung und Satzungsänderungen.

 

Welche Aufgaben nimmt der Vorstand wahr?
Der Vorstand besteht aus mindestens zwei natürlichen Personen und kann von der Generalversammlung gewählt oder vom Aufsichtsrat bestellt werden. Der Vorstand hat die eigenverantwortliche Leitung der Genossenschaft inne und führt die Geschäfte entsprechend der genossenschaftlichen Zielsetzung. Darüber hinaus zählt zu seinen Aufgaben u. a., für ein ordnungsgemäßes Rechnungswesen zu sorgen und den Jahresabschluss aufzustellen. Der Vorstand berichtet gegenüber dem Aufsichtsrat über die Entwicklungen der Genossenschaft. Das Vorstandsamt kann ehrenamtlich geführt werden. Hauptamtliche Vorstandsmitglieder werden i. d. R. durch den Aufsichtsrat bestellt.

Welche Aufgaben nimmt der Aufsichtsrat wahr?
Der Aufsichtsrat setzt sich aus mindestens drei natürlichen Personen zusammen, die ehrenamtlich tätig sind und von der Generalversammlung gewählt werden. Er über-wacht den Vorstand und vertritt die Interessen der Genossenschaft gegenüber dem Vorstand. Er prüft die Geschäftsführung durch den Vorstand sowie den vorgelegten Jahresabschluss und informiert die Generalversammlung über die Angelegenheiten und Entwicklungen der Genossenschaft.

Ist die Rechtsform der Genossenschaft an bestimmte Unternehmensziele bzw. Geschäftszwecke gebunden?
Nein, der Geschäftszweck einer Genossenschaft kann wirtschaftlicher, sozialer oder auch kultureller Art sein und wird durch den gemeinschaftlichen Geschäftsbetrieb erbracht.

Wie kann ich einer Genossenschaft beitreten und wie kann ich die Genossen-schaft wieder verlassen?
Der Ein- und Austritt von Mitgliedern ist problemlos und unbürokratisch. Für den Eintritt genügen eine schriftliche Beitrittserklärung und die Zulassung durch den Vorstand. Die Mitgliedschaft kann mit einfachem Kündigungsschreiben – innerhalb der in der Satzung festgelegten Frist – an den Vorstand beendet werden.

 

Welche finanziellen Verpflichtungen gehe ich mit der Mitgliedschaft in einer
Genossenschaft ein?
Jedes Mitglied muss mit dem Beitritt zu einer Genossenschaft einen Beitrag leisten und mindestens einen Genossenschaftsanteil erwerben. Die Höhe des Geschäfts-anteils (= Betrag in €) wird von den Mitgliedern gemeinsam beschlossen und in der Satzung festgelegt. Der Anteil kann im Einzelfall auch als Sacheinlage geleistet werden. Die Haftung der Mitglieder kann durch Satzungsgestaltung auf die Geschäftsanteile begrenzt werden. Über spezielle Satzungsregelungen können die Mitglieder auch verpflichtet sein, laufende Beiträge oder ein Eintrittsgeld zu leisten.

Wie ist die Genossenschaft steuerlich einzuordnen?
Die Genossenschaft ist den Kapitalgesellschaften steuerlich grundsätzlich gleich-gestellt. Sie verfügt aber über die besondere Gestaltungsmöglichkeit der genossen-schaftlichen Rückvergütung.

Was versteht man unter genossenschaftlicher Rückvergütung?
In der Genossenschaft gibt es die Besonderheit der Rückvergütung. Dies bedeutet, dass die Genossenschaft die Möglichkeit hat, den erzielten Gewinn aus dem Geschäft mit den Mitgliedern nachträglich – nach Aufstellung der Bilanz – wieder an diese ganz oder teilweise zurückzuzahlen. Die Rückvergütung mindert den steuer-lichen Gewinn der Genossenschaft für das Jahr, für das sie gewährt wird. So kommt die Auszahlung ohne steuerliche Belastung dem Mitglied zugute.
Kann eine Genossenschaft gemeinnützig sein?
Ja, wenn die Tätigkeit der Genossenschaft darauf ausgerichtet ist, die Allgemeinheit zu fördern und die Satzung entsprechend den Anforderungen der Abgabenordnung gestaltet ist, kann die Genossenschaft als gemeinnützig anerkannt werden. Sie kann unter diesen Voraussetzungen von der Körperschafts- und Gewerbesteuer befreit werden. Die Genossenschaft muss den steuerbegünstigten Zweck tatsächlich erfüllen.

 

Mit welchem Zeitaufwand rechnet man für die Gründung einer Genossen-schaft?

 

Der konkrete Zeitaufwand für eine Gründung hängt im Wesentlichen von der Qualität der eingereichten Unterlagen sowie dem Engagement der Gründungsmitglieder ab. Der größte Zeitanteil entfällt auf die Ausarbeitung des Geschäftskonzeptes (Businessplan) und der Satzung, welche auf Basis einer Mustersatzung entwickelt wird. Für den reinen Gründungsprozess, das heißt Grünungsversammlung inklusive Gründungsprüfung und Eintragung der Genossenschaft in das örtliche Genossen-schaftsregister muss mit einem Aufwand von mindestens vier bis sechs Wochen gerechnet werden.

 

Was kostet die Gründung einer Genossenschaft?
Die Kosten für die Gründung einer Genossenschaft hängen vom Umfang des
Gründungsvorhabens ab. Die Erstberatung ist kostenfrei.

Gibt es Hilfestellung bei der Gründung eines genossenschaftlichen Unter-nehmens?
Ja, die gibt es. In Schleswig-Holstein stehen der Genossenschaftsverband und die BEiK eG als kompetente Partner bei der Gründung des genossenschaftlichen Unternehmens sowie beim Unternehmensstart zur Seite. Neben der Beratung in steuerlichen, rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Fragestellungen führen die Unternehmen auch die vorgeschriebenen Prüfungen durch.

 

 

 

Genossenschaft  - Ein Überblick

 

Interessenausgleich: Genossenschaften ermöglichen als kooperative Unternehmen das gemeinsame Engagement verschiedener Akteure vor Ort und vereinen umwelt-politische, wirtschaftliche, gesellschaftliche und kommunale Interessen.

 

Akzeptanz: Genossenschaften steigern durch echte Beteiligung am eigenen Unter-nehmen die Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger für die Umsetzung von Erneuer-bare-Energien-Projekten in der Region.

 

Regionale Wertschöpfung: Genossenschaften stärken regionale Wertschöpfungs-kreisläufe, da Bürgerinnen und Bürger gemeinsam in Projekte investieren, die mit lokalen Unternehmen und Banken, Handwerkern und Projektierern realisiert werden und von denen auch die Kommune durch Steuereinnahmen profitiert.

 

Soziale Gerechtigkeit: Genossenschaften leisten einen Beitrag zu mehr sozialer Gerechtigkeit, da sich auch Bürgerinnen und Bürger mit geringem Einkommen als Genossenschaftsmitglied aktiv an der Energiewende beteiligen können.

 

Bedarfsgerechte Energiewirtschaft: Genossenschaften ermöglichen eine bedarfsgerechte Produktion und Versorgung mit Energie, da sie nicht auf eine hohe Rendite für Anteilseigner, sondern auf die optimale Förderung ihrer Mitglieder ausgerichtet sind.

 

Dauerhaftes Engagement: Genossenschaften sind keine rein kapitalmäßige Beteiligung der Bürger, sondern regionale Unternehmen, die langfristig mit den beteiligten Akteuren die regionale Energieversorgung gestalten.

Insolvenzsichere Unternehmensform: Genossenschaften sind extrem insol-venzfest und bieten ihren Mitgliedern und Geschäftspartnern durch die enge Betreuung und regelmäßige Prüfung durch einen Genossenschaftsverband ein hohes Maß an Sicherheit.


Nahwärme = Fernwärme

Die häufigsten Fragen zum Nahwärmenetz und zur Wärmeerzeugung[1]

 

 

 

Was ist Nahwärme?

 

Der Begriff Nahwärme bezeichnet die Wärmeversorgung eines kleineren Gebiets durch eine Heizzentrale, die sich nahe des zu versorgenden Gebietes befindet.

 

Mit Hilfe von einem oder mehreren Wärmeerzeugern wird Wasser erwärmt und über ein verzweigtes Rohrleitungsnetz – das Nahwärmenetz – zu den Wärmabnehmern transportiert. Über einen Wärmetauscher, welcher sich in einer sogenannten Haus-übergabestation befindet, wird die Wärme vom Nahwärmenetz auf das Heizungs-system des Wärmeabnehmers übertragen. Das abgekühlte Wasser fließt über den Rücklauf zurück zur Heizzentrale.

 

 Wie kommt die Nahwärme in ihr Haus?

 

Vom Nahwärmenetz in der Straße wird die Hausanschlussleitung über Ihr Grund-stück in den Heizungsraum verlegt und an die Hausübergabestation angeschlossen. Dafür ist eine Kernbohrung erforderlich, durch die die Hausanschlussleitungen (Vorlauf und Rücklauf) in das Gebäude geführt werden. Danach wird die Wand wieder wasserdicht verschlossen.

 
 Welche Funktion hat die Hausübergabestation?

 

Das heiße Wasser des Nahwärmenetzes wird mit Hilfe von Pumpen zu den Häusern transportiert (Vorlauf). Die Hausübergabestation enthält einen Wärmetauscher, der die Wärme auf den hausinternen Heizkreislauf überträgt. Das abgekühlte Wasser fließt zurück in das Nahwärmenetz zur Heizzentrale (Rücklauf). Über den Wasser-durchfluss und die Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf wird mit Hilfe des in der Übergabestation integrierten Wärmemengenzählers die abgenommene Wärme ermittelt.

 

Wer übernimmt die Hausanschlusskosten?

 

Im Zuge der Tiefbauarbeiten übernimmt der Betreiber des Nahwärmenetzes die Be-auftragung der Leitungsverlegung ins Haus bis zur Übergabestation und die Instal-lation der Übergabestation. Die Kosten werden Ihnen gegen einen pauschalen Be-trag in Rechnung gestellt. Die Übergabestation bleibt dabei im Eigentum des Betrei-bers, wobei dieser auch anfallende Kosten für Wartung und Reparaturen übernimmt.

 

Alles jenseits der Übergabestation fällt in die Zuständigkeit des Hauseigentümers. So z.B. die Einbindung des hausinternen Heizkreislaufs (Neuanbindung an die Über-gabestation). Je nach Gebäude können diese Kosten variieren und liegen erfahr-ungsgemäß zwischen 500 und 1.500 €.

 

Details zu den Kosten für jedes Mitglied:   

 

 

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Kann eine Leitung im Netz kaputt gehen?

 

Bei jedem technischen Bauteil besteht das Risiko, dass es irgendwann einen Defekt aufweist. Die Lebensdauer eines Nahwärmerohrs liegt bei etwa 40 Jahren. Das gesamte Netz wird permanent fernüberwacht, so dass im Fall einer Störung die defekte Leitung ausfindig gemacht und der Fehler behoben werden kann.

 

Gibt es eine Mindestabnahmemenge?

 

Nein, eine Mindestabnahmemenge halten wir aus ökologischen Gründen für nicht vertretbar.

 

Warum sollten Sie auf Nahwärme umsteigen?

 

Sie sind mit einem Anteil von 95 % erneuerbarer Energie fast unabhängig von fos-silen Energien, die einerseits immer teurer werden, andererseits auch starken Preis-schwankungen unterliegen. Die Spekulation für den Zeitpunkt des günstigsten Öl-einkaufs und der Lieferantenwechsel entfallen. Stattdessen wird mit Solarenergie, Hackschnitzeln aus Knickholz und heimischen Forsten sowie der Abwärme aus der Biogasanlage des Hofes Hörnsee geheizt. So bleibt das Geld in der Region und weite Transportwege entfallen. Damit sinken die CO2-Emissionen gleich doppelt und die Heizkosten bleiben insbesondere durch den hohen solaren Anteil auf Dauer preisstabil und kalkulierbar.

 

Des Weiteren benötigen Sie keine eigene Heizungsanlange mehr, es entfallen Wartungs-, Instandhaltungs- und Investitionskosten in eine neue Heizungs- und Schornsteinanlage. Auch um verschärfte Abgasnormen müssen Sie sich keine Gedanken machen. Zusätzlich wird im Haus durch den Wegfall der Heizung Platz geschaffen, den Sie anderweitig nutzen können.

 

Wir garantieren Ihnen die Wärmelieferung zu jeder Zeit – eine defekte Heizungs-anlage mitten im Winter, kann Ihnen nicht (mehr) passieren.

 

Nahwärme – Ihre Vorteile im Überblick

 

  • Energie aus der Region – für die Region
  • Einbindung regionaler Unternehmen und der Forstwirtschaft
  • Ihr Geld bleibt in der Region
  •  Imagegewinn und Steuereinnahmen für Preetz und Pohnsdorf
  •  Schonung der Umwelt durch Vermeidung von CO2-Emissionen
  •  Weitestgehende Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern
  •  Dauerhaft günstigere und kalkulierbare Heizkosten
  •  Vorteile bei der Gebäudesanierung durch besten Primärenergiefaktor
  •  Keine Schornsteinfeger-, Wartungs- und Instandhaltungskosten
  •  Es wird nur die tatsächlich verbrauchte Energie bezahlt – keine Wirkungsgradverluste
  •  Hohe Versorgungssicherheit durch die Redundanz der Energieträger Sonne, Holz und Biogas in Verbindung mit Pufferspeichern in der Heizzentrale

 

Wer richtet die Grundstücksfläche wieder her?

 

Die vom Betreiber des Wärmenetzes beauftragte Baufirma wird den vorherigen Zu-stand wieder bestmöglich herstellen. Sollten Sie Aufwertungen an Ihrem Grundstück vornehmen wollen, sind diese selbst zu tragen.

 

Können zwei Grundstücke über eine gemeinsame Hausanschlussleitung

 

angeschlossen werden?

 

Das ist aus technischer Sicht kein Problem. Sollten Sie Eigentümer beider Grund-stücke sein, spricht auch rechtlich nichts dagegen. Anders ist es bei verschiedenen Eigentümern. Um die Wärmelieferung beider Anschlussnehmer sicherstellen zu können, müsste dann eine Dienstbarkeit (Nutzungsrecht) eingetragen werden.

 

Können Sie Ihre alte Heizungsanlage in Betrieb lassen?

 

„Jein“. Handelt es sich um eine Solarthermieanlage oder einen Kachelofen ist eine Kombination mit der Nahwärme möglich und aus ökologischen Gesichtspunkten auch wünschenswert. Bei fossil betriebenen Heizungsanlagen bitten wir Sie, die Heizung still zu legen bzw. auszubauen. Dies ist für die Planungssicherheit uner-lässlich.

 

 

Haben Sie noch Heizöl in Ihrem Tank und können Sie auch zu einem späteren Zeitpunkt Wärme abnehmen?

 

Bei geringen Restmengen kann das Heizöl noch verbraucht werden, bis Sie an das Nahwärmenetz angeschlossen werden. In der Regel gewährt der Betreiber des Wärmenetzes eine Übergangsfrist zwischen 1 und 2 Jahren. Die Details dazu regelt der Wärmeliefervertrag.

 

Können Sie sich auch zu einem späteren Zeitpunkt anschließen lassen?

 

„Jein.“ Während der Planungsphase eines Nahwärmeprojektes werden die Wärme-bedarfe der Interessenten abgefragt. Anhand dieser Daten wird im Anschluss das Netz ausgelegt. Sollten zu einem späteren Zeitpunkt weitere Interessenten hinzu kommen, können diese unter Umständen nicht angeschlossen werden, wenn die Auslastungsgrenze des Nahwärmenetzes erreicht ist.

 

 

Kann die Nahwärme auch für Niedrigtemperaturheizanlagen (Fußboden-heizung) genutzt werden?

 

Das ist problemlos möglich. Auch wenn über das Nahwärmenetz immer mindestens 70°C anliegen, kann mit Hilfe eines Mischventils innerhalb des Heizungskreislaufes des Wärmeabnehmers die Heizungsvorlauftemperatur auf das gewünschte Niveau abgesenkt werden.

 

 

Können Sie bei der Nahwärme auch eine Tag- und Nachtabschaltung eingeben und im Sommer die Heizung ausmachen?

 

Der Anschluss an das Nahwärmenetz ist mit einem modernen Steuerungs- und Regelungssystem verbunden. Auch Nachtabsenkungen, Einstellung der Warmwas-sertemperatur, Zeitprogrammierungen, Außentemperatursteuerung, Frostschutz, Ferien- und Wochenendprogrammierung etc. sind möglich.

 

 

Wer übernimmt die Wartung des Wärmenetzes?

 

Der Betreiber des Wärmenetzes ist für die Wartung der Leitungen bis zur Übergabe-station und für die Wartung der Übergabestation selbst verantwortlich. Für das haus-interne Heizungsnetz sind Sie als Eigentümer verantwortlich.

 

 

Ist die Wärmelieferung auch sicher?

 

Der Betreiber des Wärmenetzes garantiert Ihnen die Wärmelieferung zu jeder Zeit. Unser Konzept sieht die Installation von mehreren Grund- und Spitzenlastkesseln vor, so dass auch bei Wartungsarbeiten oder Störungen eines Kessels genug Wärmeleistung durch die anderen Heizanlagen erzeugt werden kann. Zudem werden große Pufferspeicher installiert, die für zusätzliche Versorgungssicherheit sorgen. Sollte es dennoch einmal schwerwiegendere Probleme geben, wird die Versorgung über eine mobile Heizungsanlage sichergestellt.

 

 

Welche Energieträger werden für die Wärmeerzeugung eingesetzt?

 

Bei einer Anschlussquote von 70 % beträgt die max. Wärmeleistung bei -10ºC Außentemperatur für die Glindskoppel/Wunder’sche Koppel rund 3.500 kW. Der jährliche Wärmeverbrauch liegt bei ca. 11.000 MWh.

 

Die Machbarkeitsstudie hat ergeben, dass ein Wärmeerzeugungspark bestehend aus: Biogas-KWK-Anlage (15%), Solarthermie (19%), Holzhackschnitzelkessel (61 %) und Erdgaskessel (5 %) zu den wirtschaftlich günstigsten Wärmepreisen führt.

 

Damit erhalten Sie als Wärmekunde 95 % erneuerbare Energie!

 

 

 

Bei allen Fragen kontaktieren Sie uns gerne